ToyTalk

Bereits im Jahr 1998 startete der irische Musiker und Lehrer Paul Lindsay sein Early Englisch Programm „Singing and Learning English with Annie and Alex“. Bis heute haben einige Tausend Kinder mit diesem Programm, vermittelt durch Kursleiterinnen und Erzieherinnen[1], vor allem eines gehabt: Spaß!
Spaß an den Songs, an den tollen Spiel-, Bewegungs- und Bastelangeboten und am Kennenlernen der englischen Sprache.
Dieses innovative Sprachen-Lern-Programm zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass es sich stets weiterentwickelt hat. Alle Aktivitäten sind viele, viele Male mit Kindern ausprobiert worden. Die Kursleiterinnen haben immer wieder ihre Erfahrungen eingebracht, so dass das Konzept noch viel mehr ist als ein Sprachen-Lern-Programm. Erzieherinnen und Träger von Kindertageseinrichtungen berichten, dass sich die Qualität der Arbeit mit den Kindern insgesamt positiv verändert habe und durch das Programm der Blick auf die Bedürfnisse der Kinder und die Art wie sie lernen noch präziser werde.
Bislang waren die Zielgruppe von „Annie and Alex“ die fünf bis elf Jährigen – also Kinder, die bewusst eine andere Sprache lernen. ToyTalk ist ein Ergebnis der Entwicklungsfähigkeit des Early English Programms nach Paul Lindsay und es wagt einen Vorstoß in das Kleinkindalter (ein bis vier Jahre) – Kinder, die möglicherweise nicht einmal wissen, was eine „Sprache“ überhaupt ist – Kinder, die das Sprechen an sich noch lernen.
Auch und gerade in diesem Toddlers-Programm möchten wir dem Anspruch eines möglichst ganzheitlichen Lernens gerecht werden. Wir laden Dich ein, die Ideen, die Methodik und Didaktik des Sprech- und Sprachenlernkonzepts ToyTalk kennenzulernen.

Warum ToyTalk?

ToyTalk ist die Sprache der Spielsachen (Toys), mit denen die Kinder spielen und sprechen werden. Wir wollen den (Leistungs-) Gedanken des „Fremdsprache Englisch Lernens“ gar nicht aufkommen lassen. Wir nennen das Konzept auch deshalb ToyTalk, weil wir falsche Ansprüche und Erwartungen vermeiden wollen. Mit der Idee „kleine Kinder lernen Englisch“ werden häufig Wundervorstellungen verbunden.
Die Kinder dürfen „Englisch spielen“! Sie werden mit dem englischen Sprachklang vertraut gemacht, lernen erste englische Wörter kennen, aber vor allem dürfen sie selbst ausprobieren, „wie sich Englisch im Mund anfühlt“! ToyTalk ist zum Einen als Sprech-entwicklungsspiel gedacht: Atmung, Sprechrhythmik und Lautbildung werden geübt.[2] Zum Anderen ist ToyTalk für Gruppen in Krippen und Kindergärten gedacht, in denen Erzieherinnen regelmäßig, auch als Nicht-Muttersprachlerinnen, Kinder an die englische Sprache heranführen wollen.

WICHTIGER HINWEIS!
Mit dem ToyTalk-Konzept sollten nur Personen arbeiten, die erfolgreich an einem ToyTalk-Training teilgenommen haben. In dem Training werden wichtige didaktische und methodische Ansätze vermittelt.

(1) Selbsterständlich ist in der hier verwendeten weiblichen Form auch die männliche mitgedacht.
(2) Es ist kein Ersatz für eine möglicherweise notwendige logopädische Behandlung!